Domain- und E-Mail-Ratgeber für die Schweiz


Die Domain ist die Adresse deiner Website (zum Beispiel www.web-toolbox.ch). Die Domain macht es möglich, dass deine Website unter einem bestimmten Namen gefunden wird.

Die E-Mail-Adresse ist die Adresse, an die dir elektronische Post geschickt werden kann (zum Beispiel an info@web-toolbox.ch).

E-Mail-Adressen enden immer mit der Domain (@web-toolbox.ch) und können demnach auch nicht unabhängig von einer solchen eingerichtet werden.

Gratis-E-Mail-Adressen enden mit der Domain des entsprechenden Anbieters (zum Beispiel @gmx.ch, @gmail.com oder @hotmail.com). Im geschäftlichen Umfeld sind diese Gratis-Adressen jedoch nicht zu empfehlen, da sie als wenig vertrauenswürdig gelten.

Das Gleiche gilt für die Gratis-Domains der Baukastenanbieter (beispielsweise www.dein-name.jimdo.com, www.dein-name.wix.com).


1. Domain wählen

In der Schweiz ist die Domainendung «ch» die Regel. Ich empfehle dir daher, diese Endung zu wählen. Häufig merken sich die Leute nämlich nur das Wort zwischen «www» und «ch» und ergänzen es automatisch mit «.ch», wenn sie deine Website besuchen wollen.

Die Domain sollte zudem eingängig sein und natürlich etwas mit deiner Person, deinem Angebot, deiner Firma oder deinem Verein zu tun haben:

  • Wenn deine Person im Mittelpunkt steht, wählst du beispielsweise www.vorname-name.ch. Wenn du einen etwas unüblich geschriebenen Namen hast - zum Beispiel Kevin Suter - kann es sich lohnen, nebst www.kevin-suter.ch auch www.kevin-sutter.ch zu registrieren und die zweite auf die erste Domain umzuleiten.
  • Wenn du eine bestimmte Dienstleistung bewirbst, wählst du mit Vorteil eine entsprechende Domain. Beispiel: www.staubsauger-service.ch.
  • Wenn du als Person ein bestimmte Dienstleistung anbietest, schaltest du sinnvollerweise etwas in dieser Art auf: www.kevin-staubsaugerservice.ch.

Wenn dein Produkt oder deine Dienstleistung in der Domain vorkommt, ist das ein Vorteil für die Sichtbarkeit bei Google. Aber Achtung: Wenn du plötzlich nicht mehr nur Staubsauger, sonden auch Nähmaschinen reparierst, bist du mit www.kevin-staubsaugerservice.ch vielleicht nicht mehr so glücklich.

Übrigens hat sich eingebürgert, dass die Worte in der Domain entweder zusammengeschrieben werden oder mit einem Bindestrich verbunden werden.

Natürlich darf jede Domain nur einmal existieren, weswegen es ein zentrales Register aller Domains gibt. Auf dieses Register greifen die Firmen (sogenannte Registrare) zurück, wenn sie dir eine Domain verkaufen (meist für rund 10 bis 15 Franken pro Jahr). Folglich kannst du bei jedem dieser Anbieter auch nachschauen, ob die gewünschte Domain überhaupt noch frei ist. Das sieht dann beispielsweise so aus:



2. Domain registrieren

Die Baukästen Jimdo Creator, Jimdo Dolphin, Webnode und Sitebuilder (und andere Schweizer Weebly-Anbieter) machen es dir einfach: Dort kannst du deine Schweizer Domain direkt im Baukasten registrieren und aufschalten, sodass du keinen separaten Registrar brauchst.

Wenn du dich für Weebly (USA), Squarespace oder Wix entscheidest, musst du die Schweizer Domain bei einem separaten Registrar erwerben (zum Beispiel bei Hostpoint oder Infomaniak, siehe unten) und mit deiner Website verbinden. Wenn das einmal erledigt ist, bekommen deine Besucher/innen nichts mehr davon mit, dass deine Domain und deine Website nicht am gleichen Ort erworben wurden.

Tipp: Die Registrare versuchen manchmal, dir ein sogenanntes Privacy-Produkt zu verkaufen. Damit werden dein Name und deine Adresse nicht im zentralen Domainverzeichnis veröffentlicht. Das ist aber meistens unnötig, da du ja deinen Namen und deine Adresse in der Regel ohnehin auf deiner Website veröffentlichst.

3. E-Mail-Adresse einrichten

Beim Jimdo Creator, bei Webnode und beim Sitebuilder ist das Einrichten von E-Mail-Adressen in den Baukasten integriert.

Jimdo Dolphin, Weebly, Squarespace und Wix verkaufen dir innerhalb des Baukastens einen G-Suite-Account von Google (nicht zu verwechseln mit dem Gratisdienst G-Mail). Der Preis liegt aber mit rund 70 Franken pro Jahr recht hoch.

Altenativ kannst du eine bereits bestehende E-Mail-Adresse verwenden. Eine E-Mail-Adresse auf einer Website ist ja nichts anderes als ein Link, der das E-Mail-Programm des Besuchers öffnet und deine E-Mail-Adresse in die Adresszeile kopiert.

Hinweis: Es gibt kaum Registrare, die E-Mail-Adressen ohne ein Hostingabonnement anbieten (das du als Baukastenkunde nicht brauchst). In der Schweiz ist Infomaniak einer der wenigen Anbieter. Hier gibts zu jeder Domainregistrierung sogar eine E-Mail-Adresse gratis dazu!

Tipp: Übliche Adressen sind info@, mail@ name@ oder vorname.name@. Wie bei der Domainendung (siehe oben) empfehle ich dir, deine Experimentierfreudigkeit zu zügeln. Internetnutzer/innen haben wenig Geduld und sind froh, wenn sich ihre Erwartungen erfüllen.

4. E-Mail-Postfach einrichten

Sobald du deine E-Mail-Adresse eingerichtet hast, kannst du sie über die Website deines Anbieters nutzen (sogenanntes Webmail). Damit du aber nicht immer wieder nachschauen musst, ob eine E-Mail eingegangen ist, solltest du ein E-Mail-Postfach (Account) auf deinen Geräten (Handy, Laptop, Computer) einrichten.

Mit dem Postfach «sagst» du deinem E-Mail-Programm (z. B. Outlook), es soll E-Mails automatisch bei deinem Dienstleister abholen und dir melden, wenn eine eine neue E-Mail eingegangen ist. Ausserdem kannst du direkt im Mailprogramm Mails versenden.

Um ein E-Mail-Postfach einzurichten, benötigst du deine E-Mail-Adresse, dein Passwort und die Angabe, wo deine E-Mails abgeholt und versendet werden können (Eingangs- und Ausgangsserver). Diese Angaben werden dir in der Regel unmittelbar nach dem Einrichten der E-Mail-Adresse angezeigt oder zugeschickt.

Tipp: Richte wenn immer möglich IMAP- und nicht POP-Postfächer ein, damit deine E-Mails automatisch zwischen den verschiedenen Geräten und dem Webmail synchronisiert werden.

Wenn du bei einem dieser Schritte Hilfe brauchst, unterstütze ich dich gerne.